Ratgeber Bundesverband Wintergarten

15 stoff oder aus Aluminium. Das System sollte speziell für den Einsatz im Wintergartendach konzipiert sein, sonst kann es zu Eintritt von Niederschlagswasser kommen. In der Regel ist die Drehzahl der Walzenlüfter regelbar. Die maximale Drehzahl gewährleistet maximale Lüftung, verursacht aber auch das größte Betriebsgeräusch. Abschließend sei noch darauf hingewiesen, dass die Hersteller eine Vielzahl von Accessoires anbieten, die den Wohnkomfort im Wintergarten erhöhen. Dies betrifft zum Beispiel spezielle Pollenfilter für die Zuluftgeräte oder auch Insektengitter etc. Drei Lüftungsstrategien Im Wintergarten spricht man im Wesentlichen von drei verschiedenen Lüftungsstrategien: der Querlüftung, der Diagonallüftung und der Dach- oder Firstlüftung. Alle drei Lüftungsstrategien arbeiten nach dem Prinzip der Zuluft und der Abluft. Die Öffnungen bzw. Geräte für die Zuluft werden in der Regel im unteren oder mittleren Bereich der Elemente platziert, während für die Abluft der obere Bereich der Seitenteile oder das Dach vorgesehen ist. Bei der Querlüftung erfolgt die Be- und Entlüftung an den beiden Seitenteilen des Wintergartens. Für Zuluft sorgen Lüftungsklappen, die manuell oder motorisch betrieben werden, während die Abluft in der Regel durch Oberlichter nach außen geführt wird. Die klassische Form der Lüftung funktioniert aber nicht unbeschränkt. Die Entfernung zwischen Zu- und Abluftgeräten sollte nicht mehr als 6 m betragen, denn dann würde sich die Luft zu sehr erwärmen und ein geregelter Luftwechsel nicht wirksam sein. Die Diagonallüftung erhält die Zuluft durch entsprechende Öffnungen in der Vorderfront des Wintergartens (Fenster, Türen, Schiebelüfter) und entlüftet wie bei der Querlüftung durch die Seitenteile unter Verwendung von Dachlüftungsklappen, Oberlichtern oder Walzenlüftern. Die Dach- oder Firstlüftung gehört inzwischen zu der Lüftungsart, die am häufigsten in Wintergärten verwendet wird. Die Entlüftung erfolgt über Dachlüftungsklappen oder Walzenlüfter im Dachbereich, während die Zuluft wie bei der Diagonallüftung durch die Vorderseite mittels Fenster, Türen oder Schiebelüftern in die Konstruktion geleitet wird. Ein Grund für die Popularität der Dachlüftung liegt in der Tatsache, dass hier das Auftreten von Zugerscheinungen am wenigsten wahrscheinlich ist. Mindestlüftung zum Feuchteschutz Zusätzlich zur zuvor beschriebenen Behaglichkeitslüftung ist bei Wohn-Wintergärten eine nutzerunabhängige Mindestlüftung zum Feuchteschutz erforderlich. Vereinfacht ausgedrückt entsteht bei einer wohnraumähnlichen Nutzung insbesondere in der kalten Jahreszeit ein Feuchte- bzw. Dampfdruckgefälle. Ohne ausreichenden Luftwechsel kann dies zu Tauwasserbildung an kälteren Bauteiloberflächen und in der Folge zu Schimmelbildung führen. Zur Vermeidung solcher Feuchteschäden muss daher eine geringe, jedoch dauerhaft wirksame Lüftung zum Feuchteschutz sichergestellt werden. Diese kann nicht allein durch gelegentliches manuelles Öffnen und Schließen von Fenstern gewährleistet werden. Vielmehr sind geeignete Lüftungseinrichtungen oder Lüftungssysteme vorzusehen, die nutzerunabhängig funktionieren. Hierfür ist eine fachgerechte Planung erforderlich. Die geeigneten technischen Möglichkeiten sollten daher unbedingt frühzeitig mit dem ausführenden Fachbetrieb abgestimmt werden. Querlüftung: Die Be- und Entlüftung erfolgt durch seitlich angebrachte Oberlichter. Für Zuluft sorgen Belüfter oder auch Schiebelüfter. Diagonallüftung: Entlüftet wird per Dachlüftungsklappen, Oberlichter oder Walzenlüfter. Zuluft wird über Fenster, Türen oder Schiebelüfter zugeführt Dach- oder Firstlüftung: Zur Entlüftung stehen Dachlüftungsklappen oder Walzenlüfter zur Verfügung. Zuluft kommt über Fenster, Türen oder Schiebelüfter. Bundesverband Wintergarten

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