Ratgeber Bundesverband Wintergarten

18 Ein gutes Raumklima wird erreicht durch den abgestimmten Einsatz von Sonnenschutz, Lüftung und Heizung. Für die optimale Steuerung dieser Komponenten ist eine elektronische Regelung vorteilhaft. Kein Nutzer kann auf die sich häufig relativ schnellen Veränderungen der Wetterlage, insbesondere der Sonneneinstrahlung, manuell reagieren, abgesehen davon, dass die Nutzer oftmals nicht anwesend sind. Dazu müssen allerdings Beschattung, Lüfter und Fenster mit entsprechenden Antrieben (Motoren) sowie Sensoren zur Überwachung der Raumklimawerte ausgerüstet und eine elektronische Steuerung zur Regelung aller Komponenten vorhanden sein. Die Automation im Wintergarten ist kein „Luxus“, sondern gehört zur unerlässlichen Grundausstattung. Die meisten Wintergärten können ohne diese Steuerung nicht als Wohnraum genutzt werden. Eine Automatiksteuerung besteht aus Bedienteil, Steuerungselektronik und Sensoren. Eine Wetterstation im Außenbereich liefert der Steuerung die aktuellen Wetterdaten, Sensoren im Innenbereich Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit, falls nötig auch an mehreren Kontrollpunkten. Die zentrale Steuerung vergleicht nun ständig die gewünschten Raumklima-Werte mit den aktuellen Sensordaten. Temperatur, Sonnenstand und -intensität. Windstärke und Niederschlag bestimmen mit, welche angeschlossenen Komponenten genutzt werden. Fenster, Markise, Jalousie, Heizung oder Lüftung werden dann entsprechend gesteuert. Manuelle Bedienung der Technik Auch die Bedienung von Hand erfolgt durch elektrische Antriebe mit einer zentralen Steuerung. Alle angeschlossenen Antriebe und Geräte können am Bedienteil geschaltet werden. Zusätzliche Wandtaster (Auf/ Ab-Taster und Schalter) können vor Ort installiert werden, genauso wie die normale Hauselektrik. Die Taster werden an der Steuerung angeschlossen, wodurch auch beim „Fahren“ von Hand Sicherheitsfunktionen wie Frostschutz erhalten bleiben. Eine zeitabhängige Steuerung ist bei automatischen Steuerungen meist integrierter Bestandteil. Weit verbreitet ist heutzutage eine zum Steuerungssystem passende Fernbedienung. Die im Folgenden beschriebenen Automatikfunktionen der Steuerung sind Beispiele. Sie können individuell eingestellt oder auch ganz abgeschaltet werden. Da alle Werte der Automatik verändert werden können, kann man ein ganz persönliches Wohlfühlklima einstellen. Steuerung der Beschattung • Die Beschattung wird ausgefahren, wenn es zu hell ist – aber nur wenn die gewünschte Innentemperatur erreicht ist. Dadurch wird die hereinscheinende Sonne als natürliche Wärmequelle genutzt. • Es wird nur die Seite des Glasanbaus beschattet, auf der die Sonne steht. Die Steuerung errechnet hierzu die genaue Position der Sonne. Es kann exakt eingestellt werden, ab welchem Sonnenwinkel eine Beschattung geschlossen wird. Natürlicher Schatten durch Pflanzenbestand oder Nachbargebäude kann ebenfalls in die Sonnenschutzsteuerung miteinbezogen werden. • Die Lamellen von Jalousien werden nur so weit gekippt, dass direkte Sonneneinstrahlung verhindert wird (Sonnenstandnachführung). So gelangt trotzdem indirektes Licht in den Raum und die Durchsicht nach draußen ist möglich. • Verdunkeln vorbeiziehende Wolken die Sonne, hilft die zeitverzögerte Beschattung Antriebe und Nerven zu schonen. Kommt die Sonne hervor, wird die Beschattung erst nach einer vorgegebenen Zeitspanne ausgefahren. Ebenso wird der Sonnenschutz erst wieder eingefahren, wenn die Helligkeit eine bestimmte Zeit Die Steuerung der Technik im Wintergarten Perfekt für Komfort, Sicherheit und Energieeinsparung Eine Wintergartensteuerung steht für automatisch gutes Raumklima: Das ist kein Luxus, denn das Klima soll im Wintergarten auch stimmen, wenn die Bewohner nicht zu Hause sind. Bundesverband Wintergarten

RkJQdWJsaXNoZXIy MjU0Mjk=