22 dach, Carport) kein Problem dar, da diese in der Regel exponiert oder freistehende Bauwerke sind. Da neben dem Effekt der Selbstreinigung an die Verglasung eines Wintergartens noch andere Anforderungen gestellt werden, hat die Frage nach der Kombinierbarkeit der Selbstreinigungsbeschichtung mit anderen Funktionen der Gläser eine besondere Bedeutung. Prinzipiell ist die Ausführung dieser Verglasung auch mit durchbruchhemmenden und Schallschutzgläsern möglich, ohne dass die Wärmeschutzfunktion beeinträchtigt wird. Darüber hinaus werden auch Activ-Gläser angeboten, die mit einer Sonnenschutzfunktion kombiniert sind. Man darf natürlich von selbst reinigenden Gläsern keine Zauberkunststücke erwarten: der Reinigungsprozess braucht Zeit, störender Vogelkot verschwindet nicht in wenigen Minuten. Außerdem bezieht sich diese Funktion, wie bereits oben erwähnt, nur auf organische Stoffe. Anorganische Stoffe wie Betonreste etc. müssen nach wie vor „herkömmlich“ gereinigt werden. Das ändert aber nichts an dem Nutzen der Verglasungen, denn selbst ein deutlich geringerer Reinigungsaufwand besonders an schwer zugänglichen Stellen rechtfertigt meist die anfallenden Mehrkosten bei der Errichtung des Wintergartens. Stegplatten: Alternative zur Isolierverglasung? Vor allem im Dachbereich von Wintergärten und Terrassenüberdachungen werden mitunter Steg-Platten mit zwei- bis sechsfach Stegen aus Acryl oder Makrolon verwendet. Stegplatten sind überwiegend für kalte Überdachungen üblich; ein Einsatz in beheizten Konstruktionen ist nur bei nachgewiesener Erfüllung aller Anforderungen möglich. Die Stegplatten bestehen aus mehreren Hohlkammern und können mit besonderen Beschichtungen (zum Beispiel für Sonnenschutz) versehen werden. Generell ist bei Stegplatten ein klarer Durchblick nicht möglich, Tageslicht wird aber in den Innenraum gelenkt. Vom Preis her sind gute Stegplatten nicht wesentlich günstiger als eine Verglasung. Da sie ein deutlich geringeres Gewicht haben und die hohe Stabilität größere Verlegebreiten zulässt, müssen weniger Sparren in das Dach eingebaut werden als im Glasdach, was Kosten sparen kann. Auch sind Modellformen leichter herstellbar und deshalb preisgünstiger. Ein Nachteil von Stegplatten aus Kunststoff gegenüber Glas besteht darin, dass deren Oberflächen leichter verkratzen können. Um dieses Risiko, beispielsweise bei der Reinigung, zu reduzieren, werden sogenannte „selbstreinigende“ Stegplatten angeboten. Somit ist eine Beschädigung der Stegplatten „aus Versehen“ minimiert. Wer Stegplatten verwendet, muss wissen, dass diese dampfdurchlässig sind, d.h. dass Wasserdampf in den Kammern kondensieren kann. Diese Wassertropfen müssen abgeleitet werden. Das macht sie aber anfällig für Verschmutzungen oder das Eindringen von Insekten in die Hohlkammern. Weiterhin ist noch zu beachten, dass die Hersteller eine Mindest-Dachneigung vorschreiben, um die rasche Weglüftung von eindiffundiertem oder kondensierten Wasser zu gewährleisten. Die starke Wärmeausdehnung der Stegplatten kann sich als „Knackgeräusch“ bemerkbarmachen, wie auch die Geräuschkulisse bei Regen deutlich höher ist als bei einem Glasdach. Dennoch ist es möglich, einen Wintergarten mit einer Dacheindeckung aus Stegplatten zu bauen, wenngleich für die Erreichung des erforderlichen U-Wertes der Planungsspielraum eng ist und nur Die hochwertigen, vergüteten Platten geeignet sind, deren Preisvorteil gegenüber Glas gering ist. Glas mit Selbstreinigungsfunktion ersetzt zwar das Putzen der Verglasung eines Wintergartens nicht gänzlich, reduziert die erforderlichen Putzeinsätze aber erheblich. js-photo - stock.adobe.com
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