Ratgeber Bundesverband Wintergarten

4 Wintergarten – Sommergarten – Terrassendach Eine kleine Orientierungshilfe im Dschungel der Begriffe „Leben nahe an der Natur“, „Outdoor-Living“, „Wohlfühloase unter Glas“ – diese und andere Formulierungen beschreiben einen Mega-Trend, der für viele Bauherren und Hausbesitzer von großer Bedeutung ist. Für ein komfortables häusliches Wohnen werden Terrasse und Garten zunehmend einbezogen werden. Trendige Outdoor-Küchen sind dafür ein beredtes Beispiel. Terrassendächer und Wintergärten stehen ganz oben, wenn es um Wetterschutz, Verlängerung des Wohnbereichs nach außen und letztlich Steigerung der Wohnqualität geht. Je nach Nutzungswunsch, aber auch vorhandenem Budget, gibt es inzwischen eine ganze Palette von Lösungen, die den Wohnbereich nach außen öffnen. Die weitestgehende Variante, eine Terrasse als Wohn- und Freizeitraum aufzuwerten, stellt sicher der Bau eines Wintergartens in Wohnraumqualität dar, während die einfache Terrassenüberdachung vor allem Möbel und Menschen gegen Regen schützt. Wir möchten im Folgenden eine kleine Orientierungshilfe geben. Wir gehen dabei von vier Kategorien aus: Wohn-Wintergarten, Kaltwintergarten, Sommergarten und Terrassendach. Wohn-Wintergarten Vorweg: Der Begriff Wohn-Wintergarten ist im Baurecht der Länder nicht immer eindeutig definiert. Dennoch wird oftmals eine genaue Abgrenzung der verschiedenen Bauarten erwartet. Dies ist auch entscheidend dafür, welche Eigenschaften man von einem konkreten Objekt erwarten kann. Der Bundesverband Wintergarten e.V. hat in einem Merkblatt eine klare Definition der Begriffe Wintergarten, Wohnwintergarten in Abgrenzung zum Terrassendach (auch mit seitlichem Windschutz) vorgelegt, auf dem die folgenden Definitionen basieren. Wir beziehen uns hier nur auf den Privatbereich, im gewerblichen Bereich können Bestimmungen und Vorgaben abweichen. Der Wohn-Wintergarten ist ein Wintergarten, der für die ganzjährige Nutzung als Aufenthaltsraum und damit auch für die Beheizung auf Behaglichkeitstemperaturen in der Heizperiode (Innentemperaturen von mehr als 19 ° C) vorgesehen ist und dessen solare Aufheizung im Sommer durch natürliche Beschattung und konstruktive Maßnahmen (Beschattung und Lüftung) gedämpft wird. Beheizte Wintergärten sind mit thermisch getrennten Profilen und Wärmeschutzverglasung auszuführen. Das Fundament muss frostfrei gegründet und gegen aufsteigende Feuchtigkeit geschützt sein. Somit ist der Wohn-Wintergarten die aufwändigste Variante gläserner Anbauten. Da die Einflüsse der Witterung (Hitze, Kälte, Wind) aufgrund der großen Glasflächen unmittelbarer auf den Innenraum wirken, müssen hier besonders wirksame konstruktive Maßnahmen zum Einsatz kommen. Das heißt: Ein Wintergarten in Wohnraumqualität hat nicht umsonst einen hohen Preis. Vermeintliche „Schnäppchen“ sollte man besonders kritisch unter die Lupe nehmen, da diese die gewünschten Eigenschaften oftmals nicht erfüllen. Kaltwintergarten Ein (Kalt-)Wintergarten ist nicht zur Beheizung ausgelegt und daher auch kein WohnDer Wohn-Wintergarten ist ein Wintergarten, der für eine ganzjährige Nutzung als Aufenthaltsraum vorgesehen ist. D. h., er wird ganzjährig beheizt bzw. gekühlt. . Der Kaltwintergarten ist eine gegenüber dem Außenklima hin überwiegend geschlossene Konstruktion, wird aber nicht beheizt. .

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