Ratgeber Bundesverband Wintergarten

5 raum. Er ist aber – genauso wie der WohnWintergarten – eine Konstruktion, die zum Außenklima hin überwiegend geschlossen ist. Mit ihm kann ein Aufenthalt auf der Terrasse erheblich verlängert werden, oft fungiert er auch als Überwinterungsort für subtropische Pflanzen (Zitronen, Oliven, Orangen). Auch unbeheizte (kalte) Wintergärten sollten zur Vermeidung übermäßiger Kondenswasserbildung mit thermisch getrennten Profilen und Isolierverglasungen ausgeführt werden. Zusätzlich ist eine wirksame Belüftung erforderlich, um Tauwasser in der kalten Jahreszeit zu vermeiden bzw. zu verringern, auch wenn dies nicht zwingend vorgeschrieben ist. Vorteilhaft für Bauherren ist, dass bei der Ermittlung des Jahres-Primärenergiebedarfs von Wohngebäuden auch die solaren Wärmegewinne des „kalten“ Wintergartens durch seine Funktion als „Puffer“ gegenüber dem Hauptgebäude, berücksichtigt werden können. Sommergarten (Glashaus) In den letzten Jahren kam immer häufiger ein Begriff ins Spiel, der sich zwischen einer Terrasse mit Überdachung und einem Wintergarten einordnete: Die Rede ist vom „Sommergarten“ oder „Glashaus“. Ermöglicht wurde dieser neue Trend vor allem durch die Entwicklung zahlreicher neuer meist rahmenloser Glas-Faltwände und Schiebesysteme. Diese erlauben es, eine neue oder bereits vorhandene Terrasse so auszustatten, dass sie schnell mit wenigen Handgriffen vollständig geschlossen oder geöffnet werden kann. Ist ein „Glashaus“ ganz geschlossen, besteht dennoch ein fast grenzenloser Ausblick in die umgebende Natur. Genauso wie bei Terrassenüberdachungen ohne Seitenelemente wird der Raum des Sommergartens nicht dicht vom Außenklima getrennt, ist also nicht nur nicht wärmegedämmt, sondern auch nicht wind- und schlagregendicht ausgeführt. Dadurch unterscheidet sich ein „Sommergarten“ auch vom zum Außenklima hin überwiegend geschlossenen, Kaltwintergarten. Dennoch wird sich in einem Sommergarten der Innenraum durch Sonnenstrahlen schnell aufheizen und ein angenehmes Raumklima schaffen, das besonders in den Übergangszeiten genossen werden kann. Somit bekommt man im Endeffekt einen „Wintergarten light“, mit dem die Aufenthalts- und Nutzungsdauer einer Terrasse erheblich verlängert werden kann und in dem die Möbel der Terrasse einen gewissen Schutz erhalten. Auch ein Sommergarten sollte mit einem soliden Fundament ausgeführt werden, allein schon, um einen reibungslosen Betrieb der Glasschiebeanlagen zu ermöglichen. Terrassendach schützen. Meist wird sie auf einer vorhandenen Terrasse errichtet, ein solides Fundament ist für die Konstruktion meist erforderlich. Das Thema „Sonnen- und Blendschutz“ sollte ebenfalls beachtet werden, denn unter dem Dach einer Terrasse können die Temperaturen im Hochsommer beachtliche Ausmaße annehmen. Oft werden bei einfachen Terrassendächern die statischen Anforderungen an diese Konstruktionen unterschätzt. Die Pfosten und der Wandanschluss müssen die auftretenden Kräfte mit zugelassenen, lastabtragenden Verbindungsmitteln in Boden und Wand ableiten. Schneelasten und Winddruck erfordern eine zuverlässige Statik. Auch hier ist vor allzu preisgünstigen Angeboten zu warnen, die schon zu mancherlei Überraschung geführt haben. Der Sommergarten (Glashaus) ist an allen Seiten mit (zumeist) Glasschiebe-Elementen versehen, die einen gewissen Wetterschutz bieten. Das klassische Terrassendach schützt die Terrasse vor Regen, ein oder zwei geschlossene Seiten können als Windschutz dienen.

RkJQdWJsaXNoZXIy MjU0Mjk=