Ratgeber Bundesverband Wintergarten

8 Es ist eine grundlegende Entscheidung, die beim Bau jeder Überdachung getroffen werden muss: Aus welchem Material soll die Tragwerkskonstruktion sein? Auch wenn zwischen einem Terrassendach und einem Wintergarten in Wohnraumqualität ein großer Unterschied besteht, gilt für alle Variante ganz klar: Es gibt keine Präferenz an sich für eine der gängigen Materialgruppen. Konkrete Entscheidungen müssen ausgehend von der geplanten Nutzung, der architektonischen Gestaltung und Gesamtwirkung mit Haus und Umfeld getroffen werden. Weiterhin müssen die Lage und Dimensionierung, der persönliche Geschmack, der Pflege- und Wartungsaufwand sowie die finanziellen Möglichkeiten berücksichtigt werden. Der Bundesverband Wintergarten e.V. ist materialgruppenunabhängig, d.h. er steht für alle Materialien, die zu einem guten Ergebnis führen. Wir stellen im Folgenden die in Frage kommenden Materialien und ihre Besonderheiten vor. Aluminium-Überdachungen Mittlerweile werden die meisten Wintergarten in Deutschland aus Aluminium gefertigt. Das liegt sicher an der guten Verarbeitbarkeit des Materials bei einer vergleichsweise hohen Festigkeit und Langlebigkeit. Auch größere Ausladungen können mit relativ schmalen Profilen erstellt werden. Die Oberfläche pulverbeschichteter, einbrennlackierter Aluminiumprofile hat eine sehr lange Lebensdauer bei minimalem Pflegeaufwand. Praktisch ist jeder Farbton beziehbar. Aluminiumprofile für Wohn-Wintergarten müssen immer thermisch getrennt sein. Dies wird durch thermische Trennung der Aluprofile erzielt, die verringern, dass die Innen- und die Außenschale eine direkte Verbindung haben, denn in diesem Fall würde wertvolle Energie nach außen geleitet werden. Außerdem wird damit erreicht, dass auf der Raumseite die Oberflächentemperatur erhöht und so das Kondensatrisiko vermindert wird. Dennoch sind Aluminiumprofile in der Wärmedämmung kritischer zu betrachten als z.B. Holz Profile. Es gibt bei der Ausführung der thermischen-Trennung jedoch große Qualitätsunterschiede, die sich auch bei der Anschaffung bemerkbar machen. Holz-Wintergärten Der traditionelle Werkstoff Holz ist nach wie vor sehr beliebt und wird ebenfalls gern für die Errichtung hochwertiger Wintergärten verwendet. Viele Nutzer entscheiden sich für Holz aufgrund seiner Wohnqualitäten: Holz ist „hygroskopisch“ und kann deshalb Feuchtigkeit aus dem Raum aufnehmen und wieder geregelt abgeben, dies in Verbindung mit der individuelle Holzmaserung verleiht einen warmen, wohnlichen Charakter. Auch eine freie farbliche Gestaltung ist möglich. Zudem verfügt Holz über eine gute Wärmedämmung. Die Holzprofile sind in der Regel nicht aus Massivholz, sondern aus verleimten Brettschichthölzern, die sich durch hohe Verwindungssteifigkeit, gute Formbeständigkeit, Stabilität und Rissarmut auszeichnen. Als Naturprodukt ist Holz allerdings anfälliger gegen Witterungseinflüsse als andere Materialien. Deshalb ist eine Oberflächenbehandlung erforderlich. Im Außenbereich muss das Holz vor Wassereinwirkung und UV-Strahlung geschützt werden. Diese muss in wiederkehrenden Abständen gepflegt werden. Es gibt allerdings auch Lacksysteme, die bereits bei der Fertigung eingesetzt werden und bis zu 10 Jahren vor dem Pflegeanstrich bewahren können. Dauerhaften Wetterschutz bieten allerdings nur Abdeckungen des Holzes aus witterungsbeständigen Materialien, wie Aluminium, Titanzink, Kupfer, spezielle Kunststoffe u. a. Holz-Aluminium-Konstruktionen In den letzten Jahren ist bei den Holzliebhabern die Materialkombination Holz-AluDas Material: Viele Möglichkeiten und ein Favorit Was ist der beste Werkstoff für die Tragwerkskonstruktion? Die Tragwerkskonstruktion der meisten Wintergärten werden aus Aluminium gebaut.

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